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Abenteuer Förster

Am 22. Juli 2015 traf sich die Klasse 6b mit dem Förster Georg Dütsch um 9 Uhr auf dem Arzberg zu einem Waldlehrgang. Man stellte sich kurz vor:

Herr Dütsch ist seit über 30 Jahren Förster und seine junge Begleiterin Lina ein Bayerischer Gebirgsschweißhund ist (gerade mal) erst 12 Wochen alt.

Zu Beginn wurde paarweise das Wissen über Bäume getestet. Hier bewies sich die Klasse als recht erfolgreich. Von den Baumarten Eiche, Esche, Birke, Buche, Fichte und Kiefer wurden alle erkannt.

Auf viele interessante Begebenheiten wurden die Schüler aufmerksam gemacht:

Baumhöhlen als Lebensraum für Tiere und die Miniermotte, die die Kastanienblätter befällt und braun färbt. Der Wald schützt vor Abtragung, das erfuhr man bei einem kleinen Geröllfeld. Dabei entdeckte Frau Ablaßmaier den weißen Mauerpfeffer, der als Nahrung für den geschützten Apollo-Schmetterling dient. Schließlich marschierte     man Schüler an Schüler dem Förster hinterher: bergab, bergauf, durch Brennessel, Brombeer- und Himbeergestrüpp auf weichem Waldboden. Dabei bestaunten die Schüler eine Wildschweinwanne, in deren Dreck man auch Wildschweinspuren sah. Bei der Wertschätzung von etwa 100 Baumstämmen lag die Klasse voll daneben. Bis 20.000 Euro lagen die Schätzungen. „Schön wär´s,“ meinte darauf Förster Dütsch. Dieser erklärte, dass der m³ Preis momentan bei 80 Euro läge, demnach sei der Wert bei ca. 4000 Euro.

Die Hitze an diesem Mittwoch war mit 34 Grad enorm. An einer Hütte legte die Klasse 6b eine kleine Rast ein. Bereits hier kämpfte der eine oder andere beim Essen mit so mancher Wespe.

„Ruhe bewahren und nicht schlagen,“ war die Anweisung von Förster Dütsch.

Der Förster wusste ein motivierendes Stockspiel, das der Klasse so gut gefiel, dass sie es gleich 5 mal spielte.

Nun stand das letzte Thema bevor: Zersetzungsorganismen des Waldbodens. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Plötzlich ein lautes Gejaule von Lina und ein schriller Schrei von Pia mit Jammern und Weinen gemischt.

 

Was war passiert?

 

Pia ist unbemerkt in etwas hineingestiegen. Schlagartig war unsere fröhliche Stimmung in Panik und Angst umgeschlagen. Jeder schlug um sich: Auf Pias schwarzer Kleidung waren lauter Wespen vom T-Shirt bis zur Legging. Frau Ablaßmaier zupfte vorsichtig Wespe für Wespe weg. Erschöpft und weinend ließ sich Pia auf einem Baumstumpf nieder. Sogleich packte Förster Dütsch seine Zwiebel aus dem Rucksack. Unbemerkt war die Schülerin in ein Wespennest gestiegen.

Ohne Widerspruch trug Jannik Pias schweren Rucksack mit sechs kleinen Getränkeflaschen.

Susanne zählte 6 Stiche, und unsere Lehrerin rieb diese mit der Zwiebel ein.

 

Zusätzlich bekam Pia noch 20 Tropfen Fenistil verabreicht.

Da schrie einer der Jungs. „ Wir müssen weiter weg, die Wespen schwirren hier auch noch gefährlich herum.“ Unser Förster brachte uns flott zur nächsten sicheren Lichtung mit einer Bank. Dort beratschlagte man sich – Schüler, Lehrer und Förster  überlegten, ob man  noch weiter forschen wolle. Doch die Mehrheit wollte zurückwandern.

Mindestens über die Hälfte der Schüler hatte einen Wespenstich nach Hause gebracht.